Vorschaubild

Das Buch...

...in der Kritik

Abseits – aside – à l’écart

Claudio Hils

2012, 148 Seiten mit 51 ganzseitig auf hochwertiges Kunstdruckpapier gedruckten Farbfotos, Hardcover im Großformat 28 x 29 cm, Ganzleinen mit Prägung und eingelegtem Titelbild
ISBN 978-3-86351-500-3

€ (D) 39,— / (A) 40,10 [Preis inkl. Umsatzsteuer]


Empfehlen Empfehlen

Dreisprachig. Deutsch/Englisch/Französisch
Mit einem Vorwort von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Textbeiträgen von Peter Renz, Walle Sayer und Manfred Schmalriede

Der andere Blick auf Oberschwaben
 
In unserer globalisierten Zeit ist selbst im kleinsten Dorf die Welt längst eingemeindet worden. Und trotzdem ist das Dorf noch immer eine Welt für sich.
 
Längst aufgebrochen die Enge und das Abgeschlossene, das Heimat früher hatte. Die Natur, einstmals existenzieller Grund, nun Umland und Umgebung. Aus der Dorfgemeinschaft wurden Dorfgemeinschaften, aus der Dorfkultur Dorfkulturen. Statt Auswanderern, so bezeugen Ortsdurchfahrten, gibt es nur noch Pendler und Berufsnomaden. Und wie fließend der Wandel ist, zeigt sich zwischen Restaurierung und Zerfall auch am Architektonischen, an den Fixpunkten im Ortsbild.
 
Der Fotograf Claudio Hils macht sich ein Bild vom Ländlichen, nimmt uns mit auf seine fotobildnerischen Ortsbegehungen durch Oberschwaben.
 
Seine Ausschnitte aus der dörflichen Wirklichkeit werden zu Zeitfenstern, leuchten Räume aus, zentrieren Details und Abseitiges. Und haben etwas Seismografisches, wenn sie Verschiebungen im Ortsgefüge wahrnehmen, die Stellen entdecken, wo das Alte und das Neue, das Dominierende und das Verschwindende aneinander grenzen, sich überlappen oder ineinander übergehen.
 
Die Abstände, die Standpunkte, die Blickwinkel, die Claudio Hils zum Fotografieren einnimmt, haben dabei etwas von Markierungen an sich, die es zum Vermessen und zum Verorten braucht. Wo sind wir? fragen uns diese Bilder. Damit wir sagen können: Dort, wo wir wissen wollen, wo wir sind.
 

Das Buch in der Kritik:

»›Ich will dieses kitschige Heimatbild in Frage stellen, es zertrümmern‹, sagt der im oberschwäbischen Mengen lebende Fotokünstler. Die Aufnahme von den grasenden Kühen auf einer Scheunenwand und der tristen Landschaft rundherum ist eine von 51 Fotografien, die er in dem Bildband ›Abseits‹" veröffentlicht hat. Seit über drei Jahren hat Hils Orte und Landschaften rund um seinen Wohnort fotografiert und sich mit dem Wandel des dörflichen Lebensraumes auseinandergesetzt. Seine Bilder zeigen, wie wenig vom Mythos einer idealisierten Landschaft übrig geblieben ist. Längst weiden kaum noch Kühe im Grünen, sondern futtern aus riesigen Automaten, in Ställen zu Hunderten zusammengepfercht. Aus kleinen Bauernhöfen sind Großbetriebe geworden, die nicht mehr im Ortskern, sondern draußen auf dem Feld liegen, wegen des Gestanks.« Spiegel online

»Fotografie als Tatortbeschreibung: die Demontage dörflicher Räume, in Bildern aus der Region thematisiert.« Reutlinger General-Anzeiger
 
»Flächenfraß, Leerstand, öde Ortskerne - Fotograf Claudio Hils hat die Probleme vieler Dörfer am Beispiel Oberschwabens dokumentiert. Der Bildband ›Abseits‹ ist ein ebenso ästhetischer wie realistischer Beitrag zum Thema Ländlicher Raum - und eine kalte Dusche für alle Landverklärer.« Sonntag aktuell 
 
»Claudio Hils zeigt mit seinem Objektiv auf Wunden. So wurde ›abseits‹ keineswegs ein Katalog erhaltenswerter Orte und Gebäude, sondern mit der kalten Darstellung betonöder Tristesse zu einem Mahnmal zwischen zwei Buchdeckeln.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
 
»Keine Spur von Glanz und Gloria barocker Kirchen und beschaulicher Weiler zwischen Schwäbischer Alb und Bodensee. Stattdessen hat der Fotograf Claudio Hils festgehalten, was  – im Wortsinn – abseits der Entwicklungszentren und -projekte auf dem Land zu sehen ist. Die rund 50 Abbildungen bezeugen den sogenannten Strukturwandel, wie er sich seit Jahrzehnten überall vollzieht, indem der vormals bestimmende bäuerliche Charakter der Dörfer zusehens verblasst.« Der Gemeinderat 
 
»An Stadlers Blicke ›Jede Liebe beginnt mit einem Blick‹ an seine poetische Notate in seinen Romanen und Erzählungen vom Verschwinden, vom Wenigerwerden der Heimat - quasi auf ›Taubenfüßen‹ - wird erinnert, wer den eindrucksvollen Bildband ›abseits‹ von Claudio Hils in die Hand nimmt.« Literaturkritik.de
 
»Bei Hils werden Satellitenschüsseln, diese ›Geistesblitzableiter‹, so Sayer in seinen ›Fotonotizen‹, fotografisch zum Sprechen gebracht. Und dennoch: Hils verweist mit seinen Fotos trotz allem auf die ›Würde einer Landschaft‹, wie sie ein Peter Renz, ein Walle Sayer oder auch ein Arnold Stadler poetisch zum Ausdruck bringen.» allmende
 
»Wer an das Landleben denkt, hat gerne pittoreske Szenen vor Augen. Doch Geranien blühen nicht überall. Darauf lenkt der Bildband ›Abseits‹ das Augenmerk. Er soll nicht abkanzeln, sondern Impulse geben.« Südwest Presse
 
»Viel des Gezeigten kennt man. Doch diese Fotografien, auf denen die Welt still steht, rücken die Situationen in ein anderes Licht, lassen vieles bewusster werden.« architekturbild-Newsletter


Nachrichten über "Abseits – aside – à l’écart":