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Im Feld

Roman einer Obsession

Joachim Zelter

2018, Auslieferung am 19. Februar 2018, 156 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-461-7

€ [D] 20,– / [A] 20,60*

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Vom Radfahren: eine gesellschaftspolitische Parabel von eminenter Wucht und Tragweite.

»Rennradtreff. Christi Himmelfahrt. Donnerstag um 10 Uhr. Der Radverein lädt ein. Auch Nichtmitglieder sind willkommen!« Mit dieser Ankündigung gerät der Erzähler mitten hinein in die Parforce-Fahrt einer Rennradgruppe, die bald alle Maße und Vorstellungen sprengt.

Virtuos erzählt Joachim Zelter die Sogwirkung eines rastlosen Pelotons: das Zusammenwirken von Fahrrad, Mensch und sozialer Gruppe. Ein Räderwerk der Tempoverschärfungen, der Höhenmeter und der immer größer werdenden Distanzen, ein fortwährendes Weiter und immer weiter so. Am Ende handelt Zelters neuer Roman von uns allen: von Anpassung und Bereitwilligkeit, von Leistungsdruck und subtiler Tempoverschärfung, von der Unfähigkeit, auch nur eine Pedalumdrehung auszulassen. Es ist der Roman einer Besessenheit.
Zehn Jahre nach dem Erscheinen seines Romans »Schule der Arbeitslosen« und acht Jahre nach dem Erscheinen seines Romans »Der Ministerpräsident«, mit dem er zum Deutschen Buchpreis nominiert war, legt Joachim Zelter neuerlich eine gesellschaftspolitische Parabel von eminenter Wucht und Tragweite vor.

 

Das Buch in der Kritik:

»Und dann geht es auch schon los: Räder, Schaltungen, Klickpedale, Trikots, Trittfrequenz, Pulsmesser, Geschwindigkeiten, Trinkflasche, Trainingsmethoden, Steigungsgrade,  Wetterbedingungen, Höhenmeter schwirren dem Leser um die Ohren. Wer glaubt, solche Insider-Details seien nur etwas für eingefleischte Rennradfuzzis, wird sich wundern, wie raffiniert er in den Bann dieses ganz speziellen Himmelfahrtskommandos gezogen wird. Es ist, als würde der Leser Teil des Radlerpulks, den ein gnadenloser Tourführer immer neue Gipfel hinaufjagt – bis er selbst beinahe zum Phantom wird, ›ein unwirklicher Schatten rasender Geschwindigkeit‹«. Dorothee Hermann, Schwäbisches Tagblatt

»Der Roman entwickelt einen unglaublichen Sog, und auch beim Selberlesen folgt man dem Windschatten des Autors außer Atem bis zur letzten Seite.« Wolfgang Tischer, literaturcafé.de

»Es sind genau diese Stakkato-Passagen in den Serpentinen auf dem Weg hinauf zur Passhöhe, wo jedes weggelassene Wort Zeugnis gibt über die literarische Arbeit und die wahre Meisterschaft des Romanciers.« Mattias Dorn, Schwarzwälder Bote

»Zelters  Alter Ego, Frank Staiger aus Göttingen, ist ein parsifalesker Tor, der am Ende aller Qualen zu einer Art Läuterung gelangt, sich Rechenschaft ablegt über sein Leben, seine Arbeit, seine Beziehung.« Martin Gerstner, Stuttgarter Zeitung


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