Das Labyrinth des Schattens

Roman

Lothar Schöne

2010, 300 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-940086-43-3

€ (D) 21,50 / (A) 22,10*


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Tatsächlich - und im doppelten Wortsinn: ein fantastischer Roman über Gott und die Welt. Spannend. Voller Esprit.

»Schöne beherrscht die leichte, oft geistreiche Form des Schreibens wie kaum ein anderer, er arbeitet mit sinnlicher Kraft und frechem unverbrauchtem Witz, er kann auf hohem Niveau unterhalten, und er kann begeisternde Literatur schaffen.« Hans Dieter Kronenberger, Südwestrundfunk

Zum Inhalt:
 
Die deutsch-jüdische Journalistin Sabina-Esther Morane fliegt für eine Recherche von Stuttgart nach Krakau. Im Flugzeug lernt sie einen Mann kennen, dessen Ausstrahlung sie unruhig macht. In Krakau, bei ihrem ersten Stadtgang, nimmt ein etwa zehnjähriges Mädchen sie an der Hand, zieht sie mit sich und lässt Szenen aus der Vergangenheit lebendig werden. Das Mädchen verstört die Journalistin zutiefst mit der absurden Behauptung: sie sei in Wirklichkeit ihre Mutter. Sabina verliert den Boden unter den Füßen, sucht schließlich Rat bei einer Psychologin und einem Rabbi.
 
»Das Labyrinth des Schattens« spielt in der Jetztzeit und zugleich im Krakau der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg. Durch das Mädchen erlebt die Journalistin die Liebesgeschichte ihrer Großeltern, die konträre Lebensweise zweier unterschiedlicher jüdischer Familien – und sie wird konfrontiert mit der Frage nach Gott und der Theodizee: warum trotz Gott das Böse in der Welt ist. Gleichzeitig beginnt sie eine Affäre mit dem Mann aus dem Flugzeug, von dem sie sich so angezogen wie abgestoßen fühlt. Aber der Unbekannte will zuviel von ihr: sie kann ihn nicht lieben. Getrieben und verunsichert spürt Sabina, wie die Vergangenheit ihre Gegenwart besetzt, und der seltsam charismatische Mann zeigt ihr bald seine ganze furchterregende Macht.
 
 
Ein paar Zeilen zur Probe:
 
»Als ich mich zur Laterne zurückdrehte, war der Nachtfalter verschwunden, und eine dunkle Gestalt stand am Rand des Lichtkegels. Meine Füße fühlten sich plötzlich so kalt an, als würde ich auf Eis stehen. Ich konnte das Gesicht des Fremden nicht erkennen, aber es musste ein Mann sein, breitbeinig, groß, bedrohlich. Er stand nur da, völlig bewegungslos, aber genau das versetzte mir einen Angstschock. Wie angewurzelt blieb ich stehen, und für einen Moment sah ich seine Augen kalt leuchten, wie die von Dreichwerd. Ich erschauderte, das Grauen packte mich. Die Gestalt machte einen Schritt nach vorn. Aber war es ein Schritt? Es sah mehr nach einer verdrehten tänzerischen Figur aus. Da hörte ich ein knarrendes Geräusch, und ein heller Lichtschein fiel auf mich …«
 
 
Stimmen zum Buch:
 
»Lothar Schöne ist ein hinreißender Erzähler, dessen Romane durch ihre Mischung aus Realistik und Traumliteratur, aus doppelbödigem Witz und Krimispannung, aus Heiterkeit und desperater Lebensunsicherheit faszinieren. Das neue Buch mit Krakau als Ort und Stimulanz der Handlung erzählt das bizarre Lebens- und Liebesabenteuer einer Journalistin aus Stuttgart und spricht unseren Sinn für die Wunder und Geheimnisse des Lebens an, weckt das in uns allen vorhandene Gefühl für jene Gemeinsamkeit, die Mensch mit Mensch und die Toten mit den Lebenden verbindet.« Gert Ueding
 
 
Der Buchtrailer - eine teuflische Frage zu einem Buch über Gott und die Welt:
 
 
 
 
 

Das Buch in der Kritik:

Das Buch in der Kritik:
 
»Ein Buch mit doppeltem Boden, ein Roman, wie es ihn lange nicht mehr gab: spannend, unterhaltsam, humorvoll und tiefgründig.« Wiesbadener Kurier
 
»Schöne ist ein versierter und raffinierter Erfinder, dem zwischen den Handlungssträngen nie der rote Faden verloren geht. Ein bemerkenswertes Buch!« Schwäbisches Tagblatt
 
»Spannend und geistreich!« MDR, Thüringen Journal
 
»Das Buch trägt einen als Leser, als ob man in einem Boot einen Fluss hinunterfährt und am Ufer diese und jene Geschichte miterleben kann. Dabei geht es um die Frage nach der Freiheit der Wahl, es geht um die Frage, woher das Böse kommt und welchen Sinn es hat. Und letztlich geht es auch um die Frage nach Gott.« aus.gelesen.de
 
»Gott auf dem Prüfstand. Dieser Roman ist heftig: Er erzählt verschiedene Liebesgeschichten, öffnet Vergangenheiten in der Gegenwart, ist eine Orts- und Mentalitätsbeschreibung, verhandelt ein theologisches Problem und stellt Lebenssicherheiten in Frage. Er ist voll atemberaubender Spannung und von abenteuerlichem Witz - kurz gesagt: aufregend. Die Diskussion über die Theodizee-Frage - wie ist eine Existenz Gottes mit der des Bösen in der Welt vereinbar? - ist aufs Neue eröffnet. Das ist für heutige Literatur thematisch so ungewöhnlich, wie die formal durchlässige Textur des Textes.« Wiesbadener Kurier
 
»Alles ist leichtfüßig und sehr spannend erzählt, in heiterem Tonfall mit eingestreuten jüdischen Witzen. Und trotzdem ernsthaft und erschütternd, wie die Zeit um Hitlers Machtergreifung war. Ein absolut empfehlenswertes Buch!« Tagblatt Anzeiger, Tübingen
 
»Eine Reise durch Krakau und in die Vergangenheit. Schöne vereint in seinem Buch Thriller mit Historie, Fantastisches mit Witz und Hintergrund. Ihm ist ein spannendes und zugleich poetisches Buch gelungen.« Evangelische Sonntagszeitung, Hessen
 
»Lothar Schöne hält alles, was man von gehobener Literatur erwarten kann.« Top Magazin Koblenz
 
»›Das Labyrinth des Schattens‹ ist das bisher ehrgeizigste Erzählprojekt Schönes. In vielen Anläufen, als Gesprächsthema oder unausgesprochene Zweifel entfaltet der Roman das fatale Theodizee-Problem, lässt es immer wieder durch die Geschichte Hiobs zutrage treten, die wie ein unterirdischer Erzählstrang stets gegenwärtig ist und die Begegnungen mit einem rätselhaften Rabbi ebenso prägt wie das Nachdenken der Figuren über Schuld und Sühne, Gerechtigkeit und Unrecht.« Die Welt
 
»Lothar Schöne ist wieder einmal ein begeisterndes, ein fesselndes Stück Literatur gelungen. Die Vielschichtigkeit seiner Erzählung, die Unbeschwertheit seiner Darstellung und die Tiefgründigkeit seiner Themen überzeugen. Absolut lesenswert.« Mainz Vierteljahresheft
 
»Spannend und zugleich poetisch wird erzählt, leichtfüßig und mit vielen jüdischen Witzen, ein ganz ungewöhnliches Buch - doch der dritte Akt dieses Romans weitet sich zu einem mächtigen Akkord, der erschüttert und einem die Tränen in die Augen treibt.« Visionen
 
»Lothar Schöne erörtert gekonnt im Handeln und bietet lebhafte Dialog. Er hält das Erzählen in einer Leichtigkeit, die das inhaltliche Abenteuer gelingen lässt.« Thüringer Allgemeine
 
»Ein kunstvoll erzählter Roman, der trotz historischer Fakten zunächst wie ein ansprechendes, abstraktes Gemälde wirkt, dessen Symbolik sich erst bei näherer Betrachtung erschließt.« Reutlinger Generalanzeiger
 
»Lothar Schönes Roman lebt zum Teil von rabbinischer Weisheit, manchmal auch von rabbinischer Sophisterei. Das sind keineswegs die schlechtesten Stellen. Insgesamt aber ist der Roman ein Buch, das sich Fragen stellt, die in anderen literarischen Texten meist verdeckt und eher zaghaft angesprochen werden. Wäre es nicht ein zu negativ besetzter Begriff, müsste Schönes Roman als religiöser Roman bezeichnet werden.« Buchtipp des Monats Februar, literatur-und-theologie.de
 
»Konstanten in dieser dynamischen, zwischen Gegenwart und Vergangenheit changierenden Handlung bilden fein gesponnene Netze von Leitmotiven, dessen feinmaschigstes das Buch Hiob bildet.« Stimmen der Zeit


Nachrichten über "Das Labyrinth des Schattens":



 


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