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Der Wunschbruder

Roman

Kurt Oesterle

2014, 534 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-081-7

€ (D) 25,– / (A) 25,70*

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Flüchtlingskind und Einzelkind - zwei Figuren, die gegensätzlicher kaum denkbar sind, und sie werden in einer Welt, in der die kinderreichen Armen in immer größerer Zahl zu den kinderarmen Reichen fliehen, noch aufeinanderprallen.

Ein Lebensbogenroman. Ein Roman à deux über das Groß- und Erwachsenwerden unter gegensätzlichen Bedingungen.

Anrührend, sehr schön erzählt. Voller Sprachbrillanz.

Max, ein geschwisterloser Junge, in Zeiten, als Einzelkinder unter dem Druck ländlich-bäuerlicher Tradition noch als Unglück galten, wünscht sich einen Bruder, um sein Unglück abzuschütteln. Er wünscht ihn sich mit so ungeheurer,  nur Kindern erreichbarer Wunschkraft, dass er ihn bekommt: Es ist Wenzel, der vernachlässigte Flüchtlingsjunge. Doch die ersehnte Brüderlichkeit und die gemeinsame Familie scheitern. Wenzel, der sich als gefährlicher Sohn zu entpuppen scheint, wird von Maxens Vater nach vielen Kämpfen und Verirrungen weggejagt – die zweite Vertreibung eines Vertriebenenkinds.

Jahrzehnte später begegnen die beiden sich wieder, es kommt nun aber nicht zu Abrechnungen. Vielmehr ist Max fasziniert, dass Wenzel trotz allerlei Versuchungen wie Drogen und Gewalt nicht untergegangen ist.

Der Roman schlägt zwei Bögen aus der Vergangenheit in die Gegenwart und stellt somit zwei Lebensläufe nebeneinander: den eines Verwahrlosten, der noch mit dreißig versucht, elementare Bildung zu erwerben, und fürchtet, dass sein kleiner Sohn seinen Leidensweg wiederholen muss; dann den eines Wohlbehüteten und Hochgebildeten, der seiner Einsamkeit nicht entkommt.

Am Ende bleibt offen, ob Wenzel und Max noch einmal zu neuer, nicht-berauschter Brüderlichkeit aufbrechen können.

Das Buch in der Kritik:

»Dieses Buch sitzt. Es stimmt einfach alles. Es ist ein großer Wurf. Oesterle erweist sich als Meister einer subtilen, psychologischen Spannung, die über 500 Seiten lang nicht nachlässt. Man genießt diesen Roman wie einen kostbaren Wein, den man vor dem Schlucken im Mund bewegt. Eigentlich reicht ein Wort für diesen Roman: preiswürdig.« Kerstin Herrnkind, Stern

»Kurt Oesterle erzählt in seinem anrührenden Roman psychologisch und sprachlich ausgefeilt, wohin einen das Leben bringen kann, wenn man eigentlich keine Chance hat.« Angela Wittmann, Brigitte

»Selten gelingt es einem Autor, die extreme Gefühlswelt einer Jugendfreundschaft so ergreifend darzustellen wie Kurt Oesterle in diesem wunderbaren Roman, der zeigt, dass es keine spektakulären Ereignisse braucht, um einen Menschen im Innersten zu treffen. Überragende Meisterschaft erreicht Oesterle in der Beschreibung einer versunkenen Welt– der Beschreibung des schwäbischen Dorflebens in der Nachkriegszeit mit all seinen inzwischen verloren gegangenen Handwerken, Begriffen und Bräuchen, mit den hinterwäldlerischen Ansichten seiner Bewohner, den Kindern, die in ihrer Freizeit müßig umherstreifen und den Erwachsenen bei der Arbeit zuschauen, mit dem skurrilen Personalvom prügelnden Dorfschullehrer bis zum fürs Leben geläuterten ehemaligen Jungnazi – so wertfrei und schön, in einer so klaren, bildreichen und dennoch schlanken Sprache, dass man sich am liebsten noch eine Weile in dieser Gemeinschaft aufhalten würde.« Stefanie Laaser, ›Die Buchkritik‹, SWR2

»Der Roman ist eine kleine bundesrepublikanische Geschichtsschreibung aus dem Heimatwinkel. (...) Ein noch größerer Bogen als ›Der Wunschbruder‹ ist kaum denkbar. Ein schönerer auch nicht.« Schwäbisches Tagblatt

»Oesterle spinnt sein Garn aus eigenem Erleben. ›Der Wunschbruder‹ ist zwar ein Werk der Fiktion, die Verhältnisse aber, die in diese beiden Lebenslinien hineinwirken, gab und gibt es wirklich. Viele Personen, die den Roman bevölkern, haben sich aus der Beobachtung entwickelt; etliche Ereignisse, die darin geschildert werden, beruhen auf realen Vorkommnissen. Wie schon in seinem Erstlingsroman ›Der Fernsehgast‹ stößt Oesterle ein Fenster in die Vergangenheit auf und gewährt einen Blick in die zugleich vermufften wie lebensprallen Sechzigerjahre.« Südwest Presse Gaildorf

»Oesterle, früher als Journalist tätig, heute freier Autor, erweist sich in seinem 2. Roman, der die Lebensläufe zweier unterschiedlicher Menschen und ein einfühlsames Bild der damaligen dörflichen Welt und Gesellschaft nachzeichnet, wiederum als großer Erzähler. Sehr empfohlen.« ekz

»›Der Wunschbruder‹ ist ein ausladend erzählter, doppelter Entwicklungsroman, der zwei Biografien vorführt, die stark vom Milieu der Herkunft bestimmt werden. Ein entschiedenes Plädoyer für Geschichtsbewusstein in ›einer sich selbst belagernden Risikogesellschaft mit ihren tausend Unentrinnbarkeiten, die permanent von allen Seiten drohen, die Blicke bannen und die Herzen lähmen.‹« Südwest Presse

»Dieser Roman hat eine große Wucht. Er berichtet aus einer dörflichen Welt, die es so nicht mehr gibt, er berichtet von großen, spannungsvollen Polaritäten. Hier das Einzelkind, das Heimat hat, da der Flüchtlingsjunge aus undurchschaubaren Verhältnissen. Hier das geordnete Handwerkerleben, da die Säufermutter, der Vater ein Knecht, unzählige Halbgeschwister. Dieser Roman, das merkt man ihm an, musste geschrieben werden.« ›Büchermarkt‹, Deutschlandfunk

»Kurt Oesterle verknüpft in ›Der Wunschbruder‹ mehrere Vatersohn-Geschichten und mehrere Generationen gekonnt, ohne den Spannungsbogen aufzugeben. So sind mit ›Der Wunschbruder‹ nicht nur die Psychogramme schwieriger Familien- und insbesondere Vater-Sohn-Konstellationen entstanden, sondern zugleich auch der Aufriss einer Zeit, als Vertriebenenschicksale kaum wahrgenommen wurden. Zudem thematisiert der unbedingt lesenswerte Roman nicht zuletzt in der Beziehung von Wenzel/Wolfgang zu seinem Sohn auch die (über-)lebensnotwendige Balance von Erinnerung und Verdrängung, von Vergessen und Vergegenwärtigen.« Anton Philipp Knittel, Heilbronner Stimme

»Kurt Oesterle hat für die Beschreibung und Beschwörung des Vergangenen am Ende einen wunderbar melancholischen, klugen Ton gefunden. Er bewahrt, ohne zu verklären, das ist ein Kunststück für sich.« Ulrike Frenkel, Stuttgarter Zeitung

»Spannend und lesenswert von Anfang bis Ende.« Oberösterreichische Nachrichten


Nachrichten über "Der Wunschbruder":



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