Wiederholte Verdächtigungen

Roman

Jutta Reichelt

2015, 184 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-093-0

€ [D] 20,– / [A] 20,60 [Preis inkl. Umsatzsteuer]

Auch als ebook verfügbar!



Empfehlen Empfehlen

Ein raffiniert-subtiler Familien- und Seelenkrimi.

»Aus der Tragik schlüpft bei ihr der Witz!« Herta Müller in ihrer Laudatio auf Jutta Reichelt zum Würth-Literaturpreis

Christoph ist verschwunden. Eigentlich wollte er nach ein paar Stunden wieder da sein, aber dann erhält seine
Freundin eine SMS, er habe sich da »idiotisch in etwas verrannt ...«. Beunruhigt über sein Fernbleiben beginnt
Katharina über die möglichen Ursachen zu spekulieren.
Ihre Nachforschungen beginnen im Bremer Stadtteil Walle und reichen zurück bis in Christophs Kindheit. Verlief diese
vielleicht anders, als er bisher angenommen hatte? Katharina und Christoph geraten immer mehr in den Strudel einer
Entwicklung, die sie nicht mehr aufhalten, nicht mehr kontrollieren können ...

Jutta Reichelt erzählt in ihrem schmalen, aber gewichtigen Roman (an dem sie gut sechs Jahre arbeitete) ganz
unaufgeregt, fast beiläufig von Menschen, die sich oder anderen keine Auskunft geben, keine Antwort geben können – über sich selbst. Weil sie ihre eigene Geschichte nicht kennen. Weil ihnen die Worte fehlen oder weil sie den erlebten Schrecken niemandem zumuten wollen.

Jutta Reichelt: eine einfühlsame, eine »hintergründige« Wahrnehmerin. Eine Erzählerin mit Tiefgang. Und trotzdem
nicht »schwer«. Und ja doch: eine richtige literarische Entdeckung.

»Ein eindringlich erzählter, dramaturgisch fesselnder und wirklich kluger Roman der Bremer Autorin Jutta Reichelt: Sie entwickelt darin ein Spiel vom Fragen, das Erwartungen, Vermutungen, Zuschreibungen der Figuren (als auch des Lesers) ein ums andere Mal gekonnt unterläuft. Die verblüffend vielschichtigen Mutmaßungen über Christoph setzen eine Geschichte in Gang, die den Roman zu einer so subtilen wie überzeugenden Lesefreude macht.«
Hendrik Werner, Kulturredakteur des Weser-Kuriers

Ein paar Zeilen zur Probe:

»Jetzt reicht es, denkt Katharina, als sie die Tür öffnet und Christophs Eltern vor sich stehen sieht. Leicht versetzt, weil nicht genug Platz ist für zwei Erwachsene mit Holzklappstühlen in der Hand. Als wollten sie zu einem dieser Sommerkonzerte, zu denen man nicht nur eine Flasche Wein, sondern gleich das halbe Gartenmöbelsortiment in den Kofferraum packt. Wir waren in Hamburg, sagt Konrad, Christophs Vater, und dreht sich zu seiner Frau um. Sibylle nickt. Sie wären sozusagen auf der Durchreise und da hätte es sich ja angeboten, die Stühle vorbeizubringen, die  Christoph bei seinem letzten Besuch in München unbedingt vor dem Sperrmüll habe retten wollen. Aber da war er ja  nicht mit dem Auto da. Jetzt ist er gar nicht da, sagt Katharina und kann nicht glauben, dass Christoph sie in eine so  blödsinnig peinliche Situation geraten lässt. Wo ist Christoph denn?, fragt Sibylle. Ich weiß es nicht, sagt Katharina. Und wann kommt er wieder? Wüsste ich auch gerne.«



Das Buch in der Kritik:

»Jutta Reichelt beschreibt, wie Lebens- und Identitätskonstrukte auseinandergleiten.« taz

»Jutta Reichelt ist mit ›Wiederholte Verdächtigungen‹ ein eindringlicher, fesselnder und kluger Roman gelungen. Sie entwirft anhand von Katharina und Christoph ein packendes Spiel von Fragen. Ein irritierendes Spiel, das Erwartungen, Vermutungen, Zuschreibungen der Figuren und des Lesers wiederholt virtuos unterläuft.« Hendrik Werner, Weser Kurier

»Jutta Reichelt hat es wunderbar geschafft, die ungeheure Tiefe der Frage nach der eigenen Identität auf den Punkt zu bringen.« Joachim Mols, bestreader.de

»Neben der klug konstruierten Handlung zeichnen ein ganz feiner, leiser Humor und mit sehr viel Empathie gezeichnete Figuren diesen Roman aus. Was mich aber vollends gefangen hat, ist die ruhige, ganz  unaufgeregte Sprache, die Jutta Reichelt in diesem Buch anschlägt - glasklar und kein Ton zu viel. So entstehen "echte Menschen".«  saetzeundschaetze.com

»Eine sehr kluge, unaufgeregte Erzählung, die ganz alltägliche Aspekte des Miteinanders beleuchtet. Ein Buch, das ohne den erhobenen Finger auskommt und das für viele Leser Möglichkeiten der Identifikation bietet. Eine Autorin, von der man hoffentlich noch mehr lesen wird.« Mareike Liedmann, EKZ

»Und obwohl das Buch leise und unaufgeregt daherkommt, erzählt es meisterhaft von jenen Lebenslügen, die uns allen passieren, von diesen Ängsten, die wir alle auf die eine oder andere Weise kennen. Und das macht es zu einem Stück Gegenwartsliteratur, dem ich viele Leser gönne.« Denise Maurer, Schriftgut.ch

»Jutta Reichelt versteht es, ihre Figuren in ihrer Suche und Sprachlosigkeit einfühlsam zu schildern.« Kerstin Wohne, Evangelischer Buchberater

»Ein starker, klug komponierter Roman, dem man viel Erfolg und eine große Leserschaft wünscht.« buch aktuell

»Jutta Reichelt hat mit ihrem Roman "Wiederholte Verdächtigungen" eine dramatische Geschichte erzählt, unaufdringlich, angenehm wie ein entspanntes und doch keinesfalls spannungsloses Unplugged-Konzert.« Reutlinger General-Anzeiger

»Es geht um Möglichkeiten und Grenzen zwischenmenschlicher Kommunikation, um die Macht des Schweigens und des Verschweigens.« Dresdner Neueste Nachrichten

»Eine im höchsten Maße glaubwürdige Geschichte, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt, den Leser hineinholt und nicht im Regen stehen lässt. Ideal zum Schenken.« Theresa Link, theresalink.wordpress.com

»Fein durchdacht, aufeinander abgestimmt, klug komponiert.« Sabine Doering, FAZ

»Jutta Reichelt versteht es, den Alltag so zu erzählen, dass er spürbar wird als dünne Haut, die über dem Eigentlichen liegt, den zwischenmenschlichen Beziehungsdramen, den persönlichen Wahrheiten eines Lebens.« Bernadette Conrad, Doppelpunkt


Nachrichten über "Wiederholte Verdächtigungen":