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Zu dritt

Karl Barth, Nelly Barth, Charlotte von Kirschbaum

Klaas Huizing

2018, erscheint am 30. August 2018, 400 Seiten geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-475-4

Euro (D) 25,– / (A) 25,70*

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35 Jahre lebte der Kopf der »Bekennenden Kirche« mit seiner Mitarbeiterin und Geliebten Charlotte von Kirschbaum und seiner Ehefrau unter einem Dach. Der Roman konzentriert sich vor dem Hintergrund der großen Dramen des 20. Jahrhunderts auf das private Drama.

Karl Barth, Nelly Barth, Charlotte von Kirschbaum:
Eine Mesalliance oder Der vage Versuch einer Ehe zu dritt.


Karl Barth, der evangelische Pfarrer und weltberühmte Theologe, lebte mit seiner Geliebten, seiner Ehefrau und seinen Kindern viele Jahre unter einem Dach. Man fragt sich: Wie ging das zusammen? Wie geht das zusammen?

»Zu dritt« – oder warum sind biografische Romane so besonders anziehend? Wohl deshalb: Sie erzählen vom gelebten Leben – und haben damit per se einen härteren Grad von Authentizität. Zudem wird an einer »Lebensgeschichte« eine historische Spanne Zeit miterlebbar.
Karl Barth jedenfalls gehörte zu den großen historischen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, brachte es auf die Cover von »Spiegel« und »New York Times Magazine«. Er gilt als der Kopf der »Bekennenden Kirche« im Kampf gegen Hitler und die »Deutschen Christen« – und ist gewissermaßen der evangelische »Kirchenvater des 20. Jahrhunderts«.

Weniger bekannt ist: 35 Jahre lebte er mit seiner Mitarbeiterin und Geliebten Charlotte von Kirschbaum und seiner Ehefrau unter einem Dach. Der Roman konzentriert sich vor dem Hintergrund der großen Dramen des 20. Jahrhunderts auf das private Drama. Charlotte von Kirschbaum erkrankt mit Anfang 60 an Demenz und lebt bis zu ihrem Tod in einer Pflegeeinrichtung. Mit Zustimmung der Ehefrau Nelly, die als letzte stirbt, ruhen sie zu dritt in einer Grabstätte auf dem Friedhof in Basel.

Der 10. Dezember 2018 ist der 50. Todestag von Karl Barth.


Das Buch in der Kritik:

»En passant tuscht Klaas Huizing mit Bravour Zeitkolorit hin, skizziert politisch, alltags-, zeit- und kirchengeschichtlich ungemein vieles, ohne sein Dreigestirn je aus dem Blick zu lassen, seinen Erzählstrom zu stauen. Manchmal glaubt man, Barth selbst reden zu hören, samt der kleinen Denkpausen, wenn der notorische Pfeifenraucher am Mundstück sog. Sein größtes Kunststück aber ist wohl, dass Huizing auch Nelly Barth gerecht wird, die neben dem geistig wie körperlich verbandelten Paar Karl und Lollo, lange zum Muttertier und zur Dulderin degradiert war, bis Karl, als Charlotte an Demenz erkrankt, wieder zu Nelly ins Bett zurückkriecht.« Oliver Schwambach, Saarbrücker Zeitung


Nachrichten über "Zu dritt":



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