Das Buch...

...in der Kritik
...als Leseprobe

Cover zum Download

Im Feld

Roman einer Obsession

Joachim Zelter

2018, 2. Auflage 2018, 156 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-461-7

€ [D] 20,– / [A] 20,60*

Auch als ebook verfügbar!


In den Warenkorb 


Empfehlen Empfehlen

Vom Radfahren: eine gesellschaftspolitische Parabel von eminenter Wucht und Tragweite.

»Rennradtreff. Christi Himmelfahrt. Donnerstag um 10 Uhr. Der Radverein lädt ein. Auch Nichtmitglieder sind willkommen!« Mit dieser Ankündigung gerät der Erzähler mitten hinein in die Parforce-Fahrt einer Rennradgruppe, die bald alle Maße und Vorstellungen sprengt.

Virtuos erzählt Joachim Zelter die Sogwirkung eines rastlosen Pelotons: das Zusammenwirken von Fahrrad, Mensch und sozialer Gruppe. Ein Räderwerk der Tempoverschärfungen, der Höhenmeter und der immer größer werdenden Distanzen, ein fortwährendes Weiter und immer weiter so. Am Ende handelt Zelters neuer Roman von uns allen: von Anpassung und Bereitwilligkeit, von Leistungsdruck und subtiler Tempoverschärfung, von der Unfähigkeit, auch nur eine Pedalumdrehung auszulassen. Es ist der Roman einer Besessenheit.
Zehn Jahre nach dem Erscheinen seines Romans »Schule der Arbeitslosen« und acht Jahre nach dem Erscheinen seines Romans »Der Ministerpräsident«, mit dem er zum Deutschen Buchpreis nominiert war, legt Joachim Zelter neuerlich eine gesellschaftspolitische Parabel von eminenter Wucht und Tragweite vor.

 

Das Buch in der Kritik:

»Und dann geht es auch schon los: Räder, Schaltungen, Klickpedale, Trikots, Trittfrequenz, Pulsmesser, Geschwindigkeiten, Trinkflasche, Trainingsmethoden, Steigungsgrade,  Wetterbedingungen, Höhenmeter schwirren dem Leser um die Ohren. Wer glaubt, solche Insider-Details seien nur etwas für eingefleischte Rennradfuzzis, wird sich wundern, wie raffiniert er in den Bann dieses ganz speziellen Himmelfahrtskommandos gezogen wird. Es ist, als würde der Leser Teil des Radlerpulks, den ein gnadenloser Tourführer immer neue Gipfel hinaufjagt – bis er selbst beinahe zum Phantom wird, ›ein unwirklicher Schatten rasender Geschwindigkeit‹«. Dorothee Hermann, Schwäbisches Tagblatt

»Der Roman entwickelt einen unglaublichen Sog, und auch beim Selberlesen folgt man dem Windschatten des Autors außer Atem bis zur letzten Seite.« Wolfgang Tischer, literaturcafé.de

»Es sind genau diese Stakkato-Passagen in den Serpentinen auf dem Weg hinauf zur Passhöhe, wo jedes weggelassene Wort Zeugnis gibt über die literarische Arbeit und die wahre Meisterschaft des Romanciers.« Mattias Dorn, Schwarzwälder Bote

»Zelters  Alter Ego, Frank Staiger aus Göttingen, ist ein parsifalesker Tor, der am Ende aller Qualen zu einer Art Läuterung gelangt, sich Rechenschaft ablegt über sein Leben, seine Arbeit, seine Beziehung.« Martin Gerstner, Stuttgarter Zeitung

»Der Leser wird Zeuge und Mitradler einer körperlichen wie geistig wahnsinnigen ›Tour de Torture‹. Atemlos liest man das Buch zu Ende.« ekz

»Dass Zelter als Autor für die Bühne und auch für Hörspiele perfekt mit der Dramatisierung von Texten umgehen kann, dass er die Dynamik einer Radgruppe aus eigener Leidenschaft genau kennt und sie in Worte übersetzen kann, macht seine Prosa enorm lebhaft, ja so spannend, dass man jeden Kilometer mit Vergnügen schluckt.« Salzburger Nachrichten

»Ein Roman wie ein Tauchgang in die Untiefen der menschlichen Seele. Dorthin, wo die Sicht begrenzt ist, das Gegenüber zum Umriss wird.« literaturblatt.ch

»›Im Feld‹ - doppeldeutig militärisch wie auch als Radsportbegriff zu verstehen - ist ein nachdenklich stimmender Text über das Immer-mehr, Immer-weiter, Immer-schneller und Immer-höher. Zelter, exzellenter Stilist und musikalischer Sprachartist, gelingt nicht nur die glänzende Beschreibung einer Leidenschaft, sondern eine tiefgründige, lesenswerte Studie über Gruppenverhalten, Ehrgeiz, Macht und Ohnmacht.« Anton-Philipp Knittel, Sächsische Zeitung

»Sprachlich ausgefuchst, psychologisch röntgentiefscharf, dramaturgisch raffiniert und wie alle Bücher Zeltes mit viel charmanter Ironie getrüffelt, ist dies jedoch mehr als ›nur‹ ein Roman übers Pedalieren. Vielmehr eine Allegorie über Leben, über Ausloten, über Einfügen und Reflexion in den Zonen der Selbsterkenntnis, über Grenzerfahrung, Selbstentgrenzung und Autosuggestion.« Alexander Kluy, Standard

»Ein fesselndes Buch.« PS, die kleine Wochenzeitung

»Joachim Zelter erzählt direkt und subtil, wie der Leistungsdruck jeden zwingt, den nächsten Anstieg auch noch mitzugehen. (…) Auch als Leser ist man mitgefangen und abhängig von diesem fürchterlichen Anführer, der in seiner Verbissenheit an Käpt’n Ahab aus Moby Dick erinnert. (…) Zum Ende hin ist dieser lustvolle, qualreiche und verführerische Roman doch eine Parabel auf all die Kurbelbewegungen des Daseins. Denn der, der da ja immer mitfährt, ist der Tod.« Jörg Magenau, SWR2 Lesenswert

»Aus der Innensicht eines Leidenden beleuchtet Zelter das ambivalente Wechselspiel von Herrschaft und Unterwerfung mit den Interessen der Einzelnen in einem imaginierten Kollektiv und seinem scheinbar gemeinsamen Ziel im Ausnahme-Zustand ›permanenter Mobilmachung‹. Zelters Peloton-gewordene Kritik einer sinnentleerten Moderne zeigt eine sportlich sublimierte Zuspitzung des neoliberalen, vitalistischen Bildes vom Menschen als Hochleistungsmaschine im Selbstüberbietungs- und damit Selbstzerstörungsmodus. Ein Ecce homo, bei dem letztlich alle Verlierer sind. Einzig die Liebe, ›Weckruf aus einer anderen Welt‹ kann Rettung sein.« Andreas Kohm, Badische Zeitung

»Im Feld« ist ein Geniestreich.« Matthias Kehle, Badisches Tagblatt

»Zelter charakterisiert treffend und nicht ohne (Galgen-)Humor das Verhalten im Feld, den
Massenzwang, das Mitmachen ohne zu Denken, das Schlucken von Führer-Anweisungen (hier der
Radler-Gruppe), ohne aufzumucken, selbst wenn man keinen Sinn mehr in der Handlung sieht oder am Ende der Körperkräfte ist. Daneben ist dieses fantastische Buch in der typisch Zelterschen Diktion, die durch eine Art Ostinato den Leser bei der Stange hält und ihm gleichzeitig Erholungsphasen bietet, auch eine Abrechnung mit dem Versuch, seine persönlichen und beruflichen Niederlagen über Extremsport zu kompensieren oder zu sublimieren.« Harald Schwiers, Der Kurier


Nachrichten über "Im Feld":



Lesungen aus "Im Feld":



* Preis inkl. MwSt., innerhalb Deutschlands liefern wir versandkostenfrei.

11. Dezember 2018
Deutschlandfunk Kultur lobt »Zu dritt« von Klaas Huizing

10. Dezember 2018
Christine Langers »Körperalphabet« im Bücher-Magazin

22. November 2018
Der Klöpfer & Meyer Gedichtekalender 2019 in der FAZ

15. November 2018
Porträt von Stefanie Ritzmann in der ›Stuttgarter Zeitung‹

14. November 2018
Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten empfehlen »Angerichtet« von Vincent Klink

Weitere Nachrichten Weitere Nachrichten

Abonnieren Sie unseren Newsletter