Werner Dürrson ist tot (17. April 2008)



Am Donnerstagmorgen, 17. April 2008, ist der Schriftsteller Werner Dürrson im Alter von 75 Jahren gestorben. Der Verlag Klöpfer&Meyer trauert um seinen Autor, von dem vergangenen Herbst die romaneske Biografie "Lohmann oder Die Kunst, sich das Leben zu nehmen" erschienen ist.

Werner Dürrson wurde 1932 in Schwenningen/Neckar geboren. Er studierte von 1953 bis 1955 mit einem Hohner-Stipendium in Trossingen Musik. Er feierte als weltmeisterlicher Mundharfe-Spieler beachtliche Erfolge, bevor er sich der Literatur zuwandte und Germanistik, Romanistik und Musikwissenschaft in Tübingen und München studierte.
Dürrson lehrte von 1962 bis 1968 an der französischen Universität Poitiers und später auch in Zürich, außerdem hatte er zahlreiche Gastdozenturen im In- und Ausland und arbeitete für den Südwestrundfunk.
 
Die Begegnung mit Hermann Hesse prägte Dürrson nachhaltig; dieser wurde ihm Vorbild und Förderer, ihm widmete er sein erstes Buch ›Hermann Hesse – Vom Wesen der Musik in der Dichtung‹ und ihm blieb er zeitlebens freundschaftlich verbunden.
 
1959 veröffentlichte Dürrson seinen ersten Gedichtband ›Blätter im Wind‹, dem stetig weitere folgten. Bei der Gestaltung seiner Bücher arbeitete er mit bildenden Künstlern wie HAP Grieshaber, Erich Heckel, Klaus Staeck und anderen zusammen. Neben seinem lyrischen Hauptwerk widmete sich Dürrson Erzählungen. So erhielt er 1973 und auch 1983 den Deutschen Kurzgeschichtenpreis. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen und Preisen zählen u.a. der Literaturpreis der Stadt Stuttgart (1978), der Schubart-Preis (1980), Eichendorff-Preis (2001). Dürrson erhielt namhafte Stipendien und war 2004 Gast der Villa Massimo in Rom. Er engagierte sich als Mitglied des PEN-Zentrums, der Humboldt-Gesellschaft und der Association internationale des Critiques Littéraires, Paris. Zudem begleitete er zahlreiche Nachwuchs-Lyriker und –Lyrikerinnen, zählte zur Meersburger Autorenrunde und war im Literarischen Forum Oberschwaben aktiv.
 
Dort, mitten in Oberschwaben, lebte Dürrson auf Schloss Neufra bei Riedlingen, ansonsten in Paris, Frankreich. Seinen ersten und einzigen Roman legte der Lyriker, Erzähler und Übersetzer vergangenes Jahr vor und nannte ihn eine »romaneske Biografie«. »Lohmann oder Die Kunst sich das Leben zu nehmen ist im Herbst 2007 bei Klöpfer&Meyer erschienen. Eine große und schmerzhafte Vater-Sohn-Geschichte, »hochpoetisch und zutiefst politisch«, wie die Badische Zeitung schreibt. Dürrson beschreibt mit der Figur Lohmanns, wie einer Musiker wird und sich zum Schriftsteller entwickelt, wie ein Dichter leidet, der die Welt durchdenkt – und als solcher hat sich Dürrson auch immer wieder politisch eingemischt.


Über den Autor 

Über das Buch 

1. April 2019
Erreichbarkeit des neu gegründeten Verlags Klöpfer, Narr seit 1. April

21. Februar 2019
Wir gratulieren Joachim Zelter zum Preis der LiteraTour Nord 2019

18. Februar 2019
Die Verlegerfamilie Gunter Narr und Hubert Klöpfer machen gemeinsame Sache / Eine neue literarische Verlagsheimat für Autorinnen und Autoren in Baden-Württemberg

29. Januar 2019
Vincent Klink zum 70. Geburtstag

21. Dezember 2018
Glückwunsch zum 80. Geburtstag von Felix Huby

Weitere Nachrichten Weitere Nachrichten

Abonnieren Sie unseren Newsletter