Blattkritik

Vom Glanz und Elend der Journaille. Edition Hubert Klöpfer

Anton Hunger

2013, 248 Seiten, geb. mit Schutzumschlag.
ISBN 978-3-86351-059-6

€ (D) 10,00 / (A) 10,30 [Preis inkl. Umsatzsteuer]


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Der Medienbetrieb und seine Wirkungsweise, packend und unterhaltsam erklärt von einem, der es wissen muss: dem ehemaligen Porsche-Pressesprecher.

Journalisten sollen aufklären, objektiv berichten, vollkommen unabhängig sein und so tun, als ob sie die Welt von einem Punkt außerhalb dieser Welt erklären könnten. Aber sie sind Teil dieser Welt, sie schreiben und senden, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, sie sind nicht objektiv, weil niemand objektiv ist und sie sind nicht unabhängig, schon gar nicht von redaktionellen Zwängen. In diesem Spannungsverhältnis haben Journalisten ihren Job zu machen: Zuweilen gelingt dies brillant, manchmal tatsächlich aufklärend, sehr oft aber biegen sie die Wahrheit, bis die Story passt. Der Anspruch, dem sie gerecht werden sollen, verleitet zu Selbstgerechtigkeit und zu einem  moralischen Rigorismus, der bisweilen in Zynismus ausartet und Grenzüberschreitungen billigend in Kauf nimmt.

Um solche Grenzüberschreitungen geht es in diesem Buch. Und um die Wahrnehmungsfähigkeit von Journalisten und Medienmachern, die sich von der Wahrnehmungsfähigkeit derer, die nicht in Redaktionen arbeiten, eklatant unterscheidet. An Beispielen wird gezeigt, dass Journalisten Maßstäbe, die sie an andere anlegen, für sich selbst nicht gelten lassen.
 
Das Buch »Blattkritik« wendet sich an alle, die sich für Politik interessieren. Und Politik im Medienzeitalter ist ohne den kritischen Blick auf die Medien nicht möglich. Es geht deshalb auch um den Streit um die Wahrheit, um die
Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit in den Medien.

Ein paar Stimmen zum Buch:

»Ich kenne Anton Hunger als Journalist – und ich kenne ihn als Pressesprecher. Auf beiden Bühnen in der oft überhitzten Arena des Medienzirkus spielte er den perfekten Dompteur: schlitzohrig, leidenschaftlich, hintergründig und zuweilen verwegen. Aber immer offen und geradeheraus.« Stefan Aust, langjähriger Chefredakteur des Spiegel

»Anton ›Toni‹ Hunger weiß, wovon er schreibt. Er hat in seinem Journalistenleben bisweilen verletzende Kritik geübt – und er hat später in seiner Sprecherrolle Verletzungen erfahren. Man muss ihm nicht in allem zustimmen, aber er legt den Finger in eine Wunde: Sein Buch, spannend und mit leichter Feder geschrieben, ist Pflichtlektüre für alle politisch Interessierten, die manchmal nicht verstehen können, warum Medien so ticken, wie sie ticken.« Uwe Vorkötter, langjähriger Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung, der Frankfurter Rundschau und der Berliner Zeitung

Das Buch in der Kritik:

»Krise der Zeitungsbranche? Anton Hunger analysiert - und entdeckt viele hausgemachte Probleme.« Die Presse, Wien
 
»Anton Hungers Buch liefert eine Zusammenschau all der Medienskandale und Affären, die in jüngerer Zeit die Republik in Aufruhr versetzt haben: Christian Wulff und ›Bild‹, Bettina Wulff und Google, Guttenberg und GuttenPlag, Grass und das Gedicht, Ottfried Fischer und nochmals ›Bild‹. Das Urheberrecht, die Shitstorms, die Schwarmintelligenz im Netz, die Verfehlungen der Journalistenvereinigung Netzwerk Recherche, der Henri-Nannen-Preis für ›Bild‹ et cetera.« Stuttgarter Zeitung
 
»In seinem Buch ›Blattkritik‹ schimpft Anton Hunger über die ›Journaille‹. Bei der Premierenlesung in Stuttgart legte er nach: Es gebe Licht und Schatten im Journalismus, aber gerade in den Wirtschaftsressorts unterbleibe oft die Einordnung. Von wohlklingenden Rettungsschirmen schrieben da etwa die Kollegen, anstatt von Krediten. Es fehle an Sachverstand und auch am politischen Blick.« Süddeutsche Zeitung
 
»Anton Hunger hat für die ›Stuttgarter Zeitung‹ und für Porsche gearbeitet. Jetzt rechnet er in einem Buch mit der ›Journaille‹ ab.« Kontext
 
»Der ehemalige Journalist und langjährige Porschepressesprecher Anton Hunger nimmt sich die Medienbranche vor und findet wenig Positives.« Debatare
»Ich habe das Buch gleich von vorn bis hinten durchschmarutzt, voller ingrimmigem Vergnügen, wobei das Vergnügen (Gratulation!) Deiner kapuzinerpredigtreifen Wucht, der Ingrimm den Gegenständen (Zuständen) gilt, die sie zu Recht trifft. Als Grundmotiv (ausgesprochen bzw. ausgeschrieben oder nicht) erkenne ich einen durchgehenden Distanzverlust, eine Art Mitmacherei, Mitmischerei, Machtspielerei, Machtgenießerei.... Das ist jedenfalls in alle möglichen Schwärzen getroffen, manchmal sogar in Rabenschwärzen.« Gerhard Stadelmaier, FAZ-Theaterkritiker  

»Um es gleich zu sagen, Ihr Buch ist ein Knüller! Die Blattkritik hat mich- eigentlich wollte ich zunächst nur querlesen und das Buch for rainy days aufheben – gleich völlig gefesselt. Sie bringen die Dinge messerscharf auf den Punkt. Das Geschäft mit der Übertretung der Linie ist nichts anderes als ein Kultur- und Sittenverfall. Denn wo bleibt die unantastbare Menschenwürde?«  Hans Michael Jebsen, Jebsen & Co. Ltd., Hongkong.

  

»Verfehlt wäre es ja sicherlich, zu behaupten, dass mir die Lektüre Freude gemacht habe – das schmälert aber nicht im Geringsten den Respekt für Ihren Mut und für die Kraft Ihrer Darstellung: ein Trost, dass es in dieser Zunft (und überhaupt!) doch welche wie Sie gibt – und Sie sich nicht beirren lassen, das zu leben, was ich, altmodisch, gern als Anstand zu bezeichnen pflege…« Edzard Reuter, ehemaliger Daimler-Chef
 
»Hunger mischt sich ein und teilt dabei auch kräftig aus. Die Frage sei erlaubt: Was treibt Journalisten dazu, sich so zu verhalten?« SWR
 
»Als Journalist und langjähriger Kommunikationschef von Porsche kennt der Publizist Anton Hunger Freud und Leid beider Seiten. In ›Blattkritik‹ beschäftigt er sich ausschließlich mit der Journaille, ohne sich Glacéhandschuhe überzustreifen. In der Sache ist vielen Analysen zuzustimmen.« medium magazin
 
»Eine Krähe hackt der anderen doch kein Auge aus. Wie oft ist mir dieser Satz begegnet, wenn sich Kritiker unseres Genres den Kropf geleert haben. Künftig fällt mir die Antwort leicht: Der Hinweis auf Anton Hungers ›Blattkritik‹ genügt, den verbreiteten Vorbehalt zu entkräften. Was der Untertitel ›Vom Glanz und Elend der Journaille‹ verspricht, nämlich eine kritische Auseinandersetzung mit unserem Berufsstand, das hält der Inhalt. Nestbeschmutzung? Mitnichten. Setzen wir uns doch besser mit Anton Hungers Befunden auseinander, der auch gegenüber Ikonen der Publizistik keine Beißhemmung zeigt. Gerade in Zeiten medialer Umbrüche gibt es Grund genug, sich mit Auswüchsen und Fehlentwicklungen (selbst)kritisch auseinanderzusetzen. Dies nicht nur angerissen, sondern pointiert analysiert zu haben, macht dieses Buch zur Pflichtlektüre für alle, denen an Gewaltenteilung und Kontrolle gelegen ist, also am Fortbestand der Qualitätsmedien. Der ›Krähe‹ Hunger sei Dank.« Bruno Bienzle, Autor und ehemaliger Lokalchef der Stuttgarter Nachrichten
 

»Anton Hunger, der Porsche-Toni, hat ein grandioses Buch über die deutsche Presse geschrieben: Blattkritik heißt es. Toni geht vorsichtig um mit der Journaille, obwohl er im Laufe seines Berufslebens viel Schatten gesehen hat. Er neigt zu Altersmilde. Das ist mir fremd….. Die Journaille ist eine sich selbst legitimierende, nicht abwählbare Klasse von Klugscheißern, die glaubt, alles und jedes kontrollieren zu dürfen….« Klaus Kocks, CATO, ehemaliger Pressechef von Volkswagen

 

»Anton Hunger, ein Journalist aus Leidenschaft, hat mit seiner ›Blattkritik‹ ein unterhaltsames und aufklärerisches Buch über die Arbeit der Presse vorgelegt. Wer dem ehemaligen Kommunikationschef von Porsche vorwirft, er teile ›nichts Neues‹ mit, übersieht  Sinn und Zweck seiner Blattkritik. Der Autor wendet sich an Menschen, die den Medien ausgesetzt sind. Nicht an Leute, die Medienprodukte herstellen.«  Joe Bauer, Kolumnist der »Stuttgarter Nachrichten«




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