Susanne Stephan und Eva Christina Zeller gewinnen bei »Solidarität 2014« (18. Juli 2014)



Die Klöpfer & Meyer-Autorinnen Susanne Stephan und Eva Christina Zeller (Bild) sind zwei der ingesamt drei Gewinnerinnen des Schreibwettbewerbs »Solidarität«, den der der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg anlässlich des 100. Geburtstages von Thaddäus Troll ausgeschrieben hat. Die Preisverleihung findet am Freitag, 18. Juli 2014 gegen 20.15 Uhr im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Förderkreises in der Stadtbibliothek am Mailänder Platz statt. (weiter unter mehr Informationen)

Aus 29  bisher unveröffentlichten Einsendungen wählte die Jury drei Preisträgerinnen aus. Neben Susanne Stephan und Eva Christina Zeller wird auch die Autorin Katharina Stegen aus Tübingen ausgezeichnet. Alle drei Autorinnen erhalten jeweils ein Preisgeld von 1.000 Euro.

Susanne Stephan aus Stuttgart spürt in »Begegnung vor Breughel« biographischen Spuren nach. Die detailgenaue Betrachtung der Breughelschen Gemälde löst Erinnerungen aus an die eigene Jugend in den Siebzigern, geprägt von der Idee des  gewaltfreien Widerstands, an den Vater, der als Physiker in einem Atomkraftwerk tätig war und sich in den 40er Jahren und darüber hinaus mutig für einen jüdischen Freund einsetzte. Die Reflexionen, anknüpfend an der Betrachtung der Gemälde, werfen ein Schlaglicht auf verschiedene Facetten der Zeitgeschichte. Susanne Stephan erhielt einige Auszeichnungen und Stipendien, unter anderem  2007 den Thaddäus-Troll-Preis für ihren Lyrikband »Gegenzauber«.

Eva Christina Zeller aus Tübingen hat  mittels ihres eindrücklichen poetischen Instrumentariums in fünf Gedichten das Thema Solidarität feinsinnig und klug erweitert zu einem nachhaltigen Appell, nicht nur Menschen gegenüber solidarisch zu sein, sondern allem gegenüber, was da ist auf unserer Erde und in unserer Gefühls- und Gedankenwelt, wohl wissend auch um die Grenzen der Solidarität, wie es im vierten Gedicht heißt: »ich bin solidarisch gibt es nicht«. Eva Christina Zellers Werk umfasst Prosatexte, Theaterstücke und Gedichtbände, sie ist vielfach mit Stipendien ausgezeichnet worden und erhielt 1989 den Thaddäus-Troll-Preis.

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Katharina Stegen aus Tübingen erhält den Preis für ihre Erzählung »Die Betrogenen«. Die Geschichte gleicht einer Parabel, die aufzeigt, wie Solidarität, wie ein gelungenes Miteinander, entstehen kann, aber auch woran sie zerbricht und in Grausamkeit umschlägt. Strenge und Intensität der Sprache sind das Außerordentliche an diesem Text. Kein Wort ist zuviel.  Hervorragend ist auch die Komposition der Erzählung, deren Schluss ein rätselhaftes Geheimnis birgt, das lange nachdenken lässt. Katarina Stegen hat Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien veröffentlicht und war unter anderem Stipendiatin im  Literaturkurs in Klagenfurt 2013.



Über den Autor 

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28. September 2017
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